Mit dem Bau des Flugplatzes und des Barackenlagers wurde im Sommer 1938 begonnen. Südwestlich von Fels wurde ein Areal von ca. 140 ha für den Flugplatz festgelegt. Die dafür nötigen Grundstücke wurden gepachtet und an das Flugplatzkommando A6/XVII unter Major Simmer übertragen. Der Flugplatz mit einer Ausdehnung von 1000 x 700 m wurde in A-Horst Typologie errichtet und bestand aus den Einrichtungen

Das Lager wurde nördlich des Ortes errichtet und hatte eine Ausdehnung von 700 x 220 m. Die Grundstücke wurden für diesen Zweck gepachtet. Mit dem Bau wurde im Sommer 1938 mit Hilfe lokaler Arbeiter begonnen. Die etwa 100 Baracken wurden aus Holz errichtet. Die größten Gebäude waren die Garagen und Werkstätten mit befestigtem Betonvorplatz von 20-25 m x 175 m. Hier befand sich vermutlich auch die Zisterne zur Wasserversorgung. Das Wasser wurde über eine 2 km lange Leitung aus dem Brunnen im Tullnerfeld südlich des Flugplatzes gepumpt. Im Zentrum des Lagers befand sich der grosse Apellplatz mit zwei Schulflugzeugen. Die Belegung des Lagers erfolgte ab Februar/März 1939.

Der Flugplatz Fels und das Lager wurden im April 1945 von der deutschen Luftwaffe geräumt und die Wasserleitung sowie die Gebäude von Räumkommandos teilweise zerstört. Die Russen rückten am 8. Mai in Fels ein und bezogen die Baracken. Der Flugplatz wurde kurze Zeit genutzt. Als die Russen Mitte 1946 abzogen, wurden die Baracken abgerissen und per Bahn nach Russland transportiert. Die letzten baulichen Überreste des Lagers verwendete die Bevölkerung.
Der Flugplatz wurde den ehemaligen Besitzern 1957 durch Entscheid des Landwirtschaftsministeriums zur wirtschaftlichen Nutzung zurückerstattet.
Quellen: Pfarrchronik Fels, Schulchronik Fels, Ernst Pfaffeneder: Einsatzflughafen Fels am Wagram 1938-1945, 2007.