Wie der Schulchronik zu entnehmen ist, wurde bereits 1890 ein Fest gefeiert wo ein Chor sowie ein Orchester musizierten. Initiator war der damalige Oberlehrer Peter. Der Reinerlös wurde der Schule zum Ankauf von Lehrmitteln gespendet.
Leiter war von 1894 bis 1914 Herr Josef Wagensommerer. Anschliessend leitete Herr Josef Bayer bis 1934 den Verein.
Die Mitglieder laut dem Foto waren:
Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich ein Blechblasorchester das sich teilweise aus Mitgliedern des Chor- und Orchestervereins zusammensetzte.
Diese Blechmusik spielte in den 30er Jahren unter der Leitung des Kapellmeisters und späteren Bürgermeisters Linhart zu den Dorffesten auf.
Daneben gab es noch die Broinger Marschmusik Anfang der 30er Jahre.
Das Foto um 1920 zeigt Oberlandesgerichtsrat Dr. Broinger rechts sitzend mit der Zieharmonika. Die Mitglieder auf dem Foto waren von links
Veranstaltungen bei denen laut Schulchronik die Musik mitwirkte:
1890
Über Anregung und Leitung des Oberlehrers (Wilhelm Peter) fand am 15. Februar ein gemütlicher Abend statt (Orchester, Streich- und Gesangsquartette und Chöre), bei welchem durch die bereitwilligen Spenden ein Betrag von 34 fl. dem Ortsschulrathe für arme Schulkinder übergeben werden konnte.
1894
Der Felser Musik und Gesangsclub spendete ebenfalls im März vier Wandbilder: Die vier Jahreszeiten mit den vier Anleitungsbüchern von Er. Jordan und eine Karte von Österreich-Ungarn.
1921
Spende (27. März): Der hiesige Musik- und Gesangverein spendete aus dem Reinertrag der Osterliedertafel 2000 Kronen für Schulzwecke.
1922
Spende: Der hiesige Musik- und Gesangverein machte aus dem Reinerträgnis seiner Faschingaufführung eine Schulspende im Betrag von 1000 Kronen.
1926
Orgeleinweihung: Am 6. Juni fand die Orgeleinweihung statt, bei welcher Hr. Professor Walter, Domorganist bei St. Stephan in Wien das Orgelspiel übernahm. Herr Oberlandesgerichtsrat Dr. Broinger stellte das Orchester bei, seitens des Kirchenchores wurde von Frl. Anna Dechant und Hrn. Anton Schuh zwei Sololieder zum Vortrag gebracht.
1926
Am 5. September hielt der neue Hr. Pfarrer August Kargl seinen Einzug in Fels. Gemeinde, Ortsschulrat, Schule und die verschiedenen Vereine nahmen an der Begrüßung teil.
1927
Markterhebungsfeier: Die Hauptfeier, Sonntag 16. Oktober, nahm einen glänzenden Verlauf. Gesangverein und Kirchenchor brachten als Begrüßungschor "Die Ehr Gottes" zum Vortrage.
1935
12. Mai, Muttertag in Holzmanns Gasthaus wurde festlich begangen (Kremser Zeitung vom 23.5.1935): ... Die Ortskapelle unter der Leitung des Herrn Kapellmeisters Josef Linhart spielte feierliche Weisen und trug wesentlich zur Verschönerung des Festes bei. ...
Bemerkung: Linhart war Bürgermeister ab 1936
22. Juni, am Kogel Sonnwendfeier der Vaterländischen Front (Kremser Zeitung vom 28.6.1935): Den Höhepunkt stellte die Schallplattenrede des verewigten Bundeskanzlers Dr. Dollfuß auf dem Trabrennplatz dar, die mit Hilfe einer von Hrn. Kolar aus Kirchberg an der elektr. Leitung zur Verstärkung aufmontierten Vorrichtung ganz deutlich zu Gehör gebracht wurde. ... Die gesamte Schuljugend sang das Jugendlied und zum Schlusse spielte die Ortskapelle die Bundeshymne.
1936
10. Mai, Muttertag in Holzmanns Gasthaus: ... Musik der Ortskapelle Fels ...
24. Juni, Sonnwendfeier beim Reiblkreuz: ... Die Ortskapelle spielte vaterländische Weisen. ...
1937
20. Juni, Sonnwendfeier beim Reiblkreuz: ... Die Musik spielte vaterländische Märsche. ...
Quelle: Schulchronik Fels
Felser Musiker:
Von 1952 bis 1962 kamen folgende Felser Musiker hinzu:
Um den Klangkörper zu vervollständigen holte man sich Aushilfen aus den umliegenden Ortschaften. Diese Musiker sind, soweit bekannt, nachstehend angeführt.
Bei der Kircheneinweihung im Juli 1965 spielte die Ortskapelle.
Die alten Musiker hatten Instrumente der sogenannten hohen Stimmung. Junge Felser Musiker spielten bei Musikkapellen in den Nachbarorten mit Instrumenten der normalen Stimmung. Durch die unterschiedliche Tonhöhe der Instrumente war an ein gemeinsames musizieren nicht zu denken.
Deshalb wurde auf Initiative des Herrn Franz Sauerstingl im Jahre 1984 beschlossen neue Instrumente mit normaler Stimmung anzukaufen.
Mit diesen Instrumenten probte man nun regelmässig im Gasthaus Ludwig.
Durch den Musikverein Grafenwörth, im besonderen Kapellmeister Heinrich Grand konnte Herr Thomas Leuthner den Kapellmeisterkurs des Blasmusikverbandes 1986 erfolgreich absolvieren.
Platzkonzert am Hauptplatz in Fels unter der Leitung von Peter Leuthner.
Die Musiker am Foto sind:
In der Folge übersiedelte die Hauerkapelle 1985 in den von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Proberaum im Schloss Fels.
Auf Initiative einiger Frauen wurde eine Haussammlung durchgeführt um der Musik den Ankauf einer Tracht zu ermöglichen. Durch diese Spenden aus der Bevölkerung wurden 24 Trachten (blau-schwarz karierte Trachtenjacke, schwarze Hose) gekauft. Jetzt konnte man nicht nur gemeinsam sondern auch einheitlich gekleidet zu den Dorffesten aufspielen.
Kapellmeister Thomas Leuthner hat mit Jänner 2007 seine Funktion beendet. In seiner 20-jährigen Tätigkeit hat er zahlreiche Auftritte und neun Konzerte mit der Kapelle abgehalten. Die Kapelle hat sich danach neu formiert und Karl Roman als Kapellmeister und Mader Alois als Obmann gewählt.
Der Beitritt zum Blasmusikverband wurde beschlossen auch um den jungen Musikern die Möglichkeiten der Ausbildung und Weiterbildung bieten zu können. Im Rahmen eines musikalischen Abends am 26. Jänner 2008 wurden Herrn Franz Sauerstingl und Herrn Thomas Leuthner die Silberne Ehrennadel des Blasmusikverbandes überreicht. Herrn Alois Mader wurde bei dieser Gelegenheit die neue Tuba übergeben, die von der Marktgemeinde und Sponsoren mitfinanziert worden war.

Zum 25-jährigen Jubiläum lud die Hauerkapelle die Musikkapellen der benachbarten Ortschaften Feuersbrunn, Grafenwörth, Kollersdorf, Riedenthal und Langenlois zu einem Sternenmarsch ein.
Anlässlich dieses Festes wurde die neue Tracht präsentiert und dem Stabführer Stefan Riedinger die Tambourschärpe überreicht.
Die Marktgemeinde Fels überreichte durch Bgmst Ing. Rudolf Stiegler dem ehemaligen Kapellmeister Thomas Leuthner das goldene Verdienstabzeichen auf Grund der langjährigen Tätigkeit als Kapellmeister der Hauerkapelle.