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Kirchenglocken von Fels am Wagram

Schätzungsweise gibt es in Österreich an die 15.000 Glocken. Der Großteil der Glocken stammt aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg, der Anteil historischer Glocken ist mit 2500 Stück relativ gering, schreibt Jörg Wernisch in seinem Buch "Glockenkunde von Österreich".

Im DEHIO, dem topographischen Denkmälerinventar des Bundesdenkmalamtes von 1990, ist über die Pfarrkirche Fels folgendes zu lesen:

"Die PFARRKIRCHE ist der hl. Margaretha geweiht, auf einer Anhöhe im Osten des Ortes. Pfarre urkundlich erwähnt vor 1590, früher Filiale von Kirchberg am Wagram. Der gotische Bau 1697 frühbarock umgebaut, 1962 wegen Baufälligkeit bis auf Turm und Chor niedergerissen. Der Neubau im Süden und Westen im wesentlichen eine Rekonstruktion des barocken Vorgängerbaues, an der Nord-Seite großzügiger Erweiterungsbau mit Nord-Kapelle unter hohem, asymmetrischen Satteldach. ... Glocke von Hans Dinkelmair, 1589. ..."

Pfarrkirche Fels am Wagram
Fels, Pfarrkirche Fels am Wagram [Foto: Archiv Leuthner]

Bereits in der Felser Kirchenrechnung vom Jahre 1648 findet man den Vermerk, dass für 45 Kreuzer ein neues Glockenseil angeschafft wurde.
"1653, ein Seil zur mittern Glocke, 1 Gulden" und "1677, zu der mittern Glocke einen Riemen gekauft."

Später wurden auch neue Glocken gekauft:
"1684, zu den neu erkauften Glocken ist auf Befehl und Verwilligung Ihrer Erwürden Herrn Pfarrer von der Kirchen ein Beitrag von 150 Gulden gegeben worden."

Die Glockenseile und ebenso die Klachelriemen, woran der Glockenschwengel befestigt war, mussten erfahrungsgemäß ungefähr alle zwei Jahre getauscht werden. Zu diesen notwendigen Instandsetzungen findet man folgende Einträge:
"1715, dem Riemer zu Hadersdorf vor einen Klachelriemen zahlt, 1 Gulden"
"1723, dem Wagner das er 8 Röhren zu den Glockenseilen gemacht, 1 Gulden 6 Kreuzer."

Durch Inventuren erfahren wir die Anzahl und Gewichte der Glocken. Die Aufzeichnungen im Landes-Archiv-St. Pölten aus der Kirchenfassion lauten

"Inventarium. Der Pfarrkirche zu Fels am Wagram an Gebäuden.-Anno 24.3.1808
Die Kirche ist nach neuerer Art gebaut, und ist in mittelmäßigen Stande, mit einem Turm versehen, und endlich 5 Glocken von denen die erste etwa 12 Zentner, die 2.ca. 7 Ctn., 3. ca. 3 Ctn., 4. ca. 2 Ctn., und die 5.ca. 80 Pfund wiegt, und eine Uhr befindlich ist, welche der Gemeinde Fels samt allen Glocken eigen sind."

"Inventur. 7. Sept. 1833
Die Glocken sind im Eigentum der Gemeinde, im Jahre 1810 ist das Kirchendach samt Turme abgebrannt, 4 Glocken sind dabei zerschmolzen, sie wurden auf Kosten der Gemeinde wieder hergestellt, es sind also gegenwärtig 5 vorhanden im Gewicht: Nr. 1 zu 6 Ctn.; Nr. 2 zu 8 Ctn.; Nr. 3 zu 4 Ctn.; Nr. 4 zu 2 Ctn.; Nr. 5 a 150 Pfund."

Im Oktober 1884 ließ die Pfarrgemeinde Fels eine neue Glocke von mehr als 400 kg vom Glockengießer Gölsner in Simmering herstellen. Es finden sich bei den Aufzeichnungen im Pfarrgedenkbuch Fels jedoch keine weiteren Angaben über Kosten, Spenden oder warum eine Glocke angeschafft wurde.

Die erste genaue Beschreibung der Glocken liegt aus dem Jahre 1916 vor. Herr Dechant Franz Zeibert berichtet im nachfolgenden "Ausweis über die im Pfarrbezirke Fels am Wagram vorhandenen Glocken":

"Das Geläut der Felser Kirchenglocken besteht aus 5 Glocken.

  1. (1684-1) Durchmesser 113 cm. Gewicht: 838 kg. Alter ca. 150 Jahre, (ca. 1767) oder 1684
    Inschrift: "Aus dem Feuer bin geflossen, Franz Tilmayer hat mich gegossen, Franz Passecker als Richter (Bürgermeister)"
    Bilder: Muttergottes mit Jesuskind, Kreuzigung Jesus, Maria , Johannes, Magdalena. 
  2. [1884-2] Durchmesser 97 cm. Gewicht: 485 kg. Aus dem Jahre 1884
    Inschrift: "Eigentum der Gemeinde Fels, gegossen von Franz Gölsner in Wien"
    Bilder: Paulus, Jesus als Sämann, Johannes von Nepomuk.
    Hans Dinckelmaier hat mich gossen, in Gottes Namen bin ich flossen hat der liebe Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass allen die an ihn glauben selig werden 
  3. [1811-3] Durchmesser: 71 cm. Gewicht: 210 kg. Aus dem Jahre 1811 
  4. [1811-4] Durchmesser: 59 cm. Gewicht: 125 kg. Aus dem Jahre 1811
    Inschrift am Herzschild: "von Franz Dinckelmaier in Krems 1811"
    Bild: Herzen. 
  5. [1747-5] Durchmesser: 47 cm. Gewicht 66 kg. Aus dem Jahre 1747
    Inschrift: "Joseph Petanger hat mich gossen, Wien 1747"
    Bild: Maria, Kruzifix 
  6. Durchmesser: 50 cm. Gewicht 63 kg. Thürnthal
    Hinweis: Die Glocke von Thürnthal, befand sich auf einen Glockenturm aus Holz. 

Vorstehendes Verzeichnis wurde behufs Inanspruchnahme der Kirchenglocken für militärische Zwecke angelegt, anno 1916.
Die Glocken Nr. 1, 4, 5, 6, herabgenommen, Nr. 2 am 4. August 1917, so verblieb die eine Glocke Nr. 3. Da die Glocken Eigentum der Gemeinde sind, wurde der Vergütungsbetrag dieser übergeben, Vergütungsbetrag: 4 Kronen pro kg."

Nach dem Krieg werden die fehlenden Glocken wieder neu beschafft. Nach einigen Jahren hatte man schließlich im Jahre 1921 den Betrag von 280.000 Kronen durch Sammlung in der Gemeinde beisammen. Der Dechant Franz Zeibert beschreibt die Glockenweihe und den missglückten Aufzug der Glocken.

"Die Kosten der neuen 4 Glocken betrugen 280.000 Kronen. Der Betrag wurde durch Sammlung in der Gemeinde aufgebracht. Ein Kilogramm Metall kostete 250 Kronen, ein Buchstabe 5 Kronen. Die Glocken stammen von der Firma Krupp, Berndorf. Die Weihe erfolgte am Palmsonntag den 20. März 1921. Es war ein wahrer Frühlingstag. Um 1 Uhr Segen, dann Glockenpredigt. Vor der Kirche: Glockenweihe, Festrede von Med. Dr. Franz Dantone. Bei dem Aufzuge der großen Glocke riss das Seil dreimal in der Höhe eines Meters, der Aufzug erfolgte durch Wagner Heinrich, Zimmermeister, am nächsten Tage, vormittags. Gegen Mittag wurden die Glocken zum Erstenmal geläutet. Die Glocke in Thürnthal wurde am 29. Juni 1924 geweiht."

Fels, Glockenweihe 1921
Fels, Glockenweihe 1921 - Mitte, Pfarrer Dechant Franz Zeibert; links, Gemeinderat Oswald Johann; links davon, Wagner Heinrich; links davon mit Zylinder, Bgmst. Brindlmayer Engelbert; links dahinter, Gemeindesekretär Joseph Rittler; rechts im Vordergrund mit Schärpe und Federbusch, Franz Bauer; Ministrant links mit Weihrauchfass, Sauerstingl Josef; rechts daneben, Brindlmayer Engelbert; im Hintergrund rechts, Mann ohne Hut, Pichler Josef.

Auch diesmal wird von ihm ein Verzeichnis der Glocken angefertigt.

  1. (1921-1) Durchmesser: 120 cm. Gewicht: 697 kg. Aus dem Jahre 1921 Ton g
    Bild: Der gute Hirt.
    Inschrift: "Im Zeichen des Friedens und gegenseitiger Eintracht geschaffen unter dem Bürgermeister Anton Schuh und Dechant Franz Zeibert."
  2. [1921-2] Durchmesser: 80 cm. Gewicht: 331 kg. Aus dem Jahre 1921 Ton h
    Bild: Maria Himmelfahrt.
    Inschrift: "Maria sei uns Helferin und Schützerin. Für den Krieg und genommen, den Frieden uns gegeben, 1914-1918"
  3. [1811-3] Durchmesser: 71 cm. Gewicht: 210 kg. Aus dem Jahre 1811 Ton d
    Kein Bild.
    Inschrift: "Hans Dinckelmaier hat mich gegossen, in Gottes Namen bin ich geflossen, so sehr hat Gott die Welt geliebt, das er seinen eingeborenen Sohn dahin gab, auf das alle die an ihn glauben, selig werden."
  4. [1921-4] Durchmesser: 59 cm. Gewicht: 131 kg. Aus dem Jahre 1921 Ton e
    Bild: St. Margaretha v. d. M.
    Inschrift: "St. Margaretha bitte für uns. Im Andenken an die im Weltkrieg gefallenen Helden aus der Gemeinde Fels-Thürnthal."
  5. [1921-5] Durchmesser: 20 cm. Gewicht: 33 kg. Aus dem Jahre 1921
    Zügenglöcklein: Gespendet von Franz und Barbara Rittler
    Ein Kreuz: Gespendet von Franz und Katharina Schöfer.
    Hinweis: Die Tonzusammensetzung aller Glocken ergibt einen G-Dur-Dreiklang
  6. Durchmesser: 42 cm. Thürnthal. Aus dem Jahre 1924

Glocken für Kanonen im Jahre 1942, festgehalten diesmal von Herrn Dechant Hochmeister im Pfarrgedenkbuch:

"Am 14.1.1942, diesem kältesten Tag, wurden 3 Glocken für Kriegszwecke vom Turm abgenommen, um zu Kriegszwecke verwendet zu werden, eine blieb uns erhalten und merkwürdiger Weise nicht die kleinste, die von den Leuten die "Stetteldorferin" genannt, aus welchen Grund ist mir unbekannt. Wann werden wieder Glocken auf den Turm kommen?"

Er durfte es noch erleben, denn sie kamen im Jahre 1948.

Nach Kriegsende konnte man um den Betrag von 36.099 Schilling vier neue Glocken anschaffen die von der Firma Pfundner, Wien, hergestellt wurden. Die Glockenweihe fand in Fels am 31.10.1948 statt.

Fels, Glockenweihe 1948
Als Patinnen für die Glocken waren ausgewählt worden v.l.n.r: Frau Marie Obenaus, Frau Juliane Kraft, Frau Anna Bayer und Frau Marie Schober. Links im Hintergrund, Landesrat Johann Waltner.

Hier das folgende Verzeichnis der Glocken die seit 1948 in Fels läuten:

  1. [1948-1 Zwölferin] Gewicht: 650 kg.
    Bild: Christus der König.
    Inschrift: "Christus unser König, erbarme dich!" (Christus rex nostra, misere nobis.)
    Gegossen unter dem Bürgermeister Karl Wimmer und Pfarrer Josef Hochmeister und Kaplan August Hof im Jahre 1948
  2. [1948-2 Elferin] Gewicht: 300 kg.
    Bild: Marienbild.
    Inschrift: "Maria, erhabene Schutzfrau Österreichs und Königin des Friedens, bitte für uns!"
  3. [1948-3 Speiserin] Gewicht: 120 kg.
    Bild des Hl. Josefs.
    Inschrift: "Hl. Josef bitte für uns !
    Dem Andenken unserer im 1. und 2. Weltkrieg gefallenen Soldaten."
  4. [1948-4 Zügenglocke] Gewicht: Bild: Hl. Margareta.
    Inschrift: "Heilige Margareta bitte für uns !"
  5. Und weil dieses Glöcklein als Zügen und als Sterbeglöcklein dienen soll auch die Inschrift "Hl. Barbara, in der Stunde des Todes rufe mich!" (in horo mortis voca me.)
    Für dieses Glöcklein ist die fromme Jungfrau Anna Mayer Fels 35 aufgekommen, leider war es nicht möglich ihren Namen auf derselben zu verewigen.
  6. [1811-3] Nachdem die Glocke, genannt die "Stetteldorferin", der Kirche verblieben ist, zählt Fels jetzt 5 Glocken."

Die Mesner läuteten bis 1968 noch händisch die Glocken. Dann hat auch hier die Technik dem Menschen die Arbeit abgenommen. Elektrische Motoren bewegen seither die Glocken zu allen kirchlichen Anlässen.

Chronologie und Statistik

  • 1648 - 1? Glocke
  • 1653 - 3 Glocken
  • 1684 - 5? Glocken
  • 1747 - 5 Glocken
  • 1811 - 1 Glocke aus 1684, 1 Glocke aus 1747 und 3 neue Glocken
  • 1917 - 1 Glocke aus 1811
  • 1921 - 1 Glocke aus 1811 und 4 neue Glocken
  • 1948 - 1 Glocke aus 1811 und 4 neue Glocken
JahrGlockeGlockeGlocke StetteldorferinGlockeGlocke
1684[1684-1] Durchmesser 113 cm. Gewicht: 838 kg.    
1747[1684-1] Durchmesser 113 cm. Gewicht: 838 kg.   [1747-5] Durchmesser: 47 cm. Gewicht 66 kg.
1811[1684-1] Durchmesser 113 cm. Gewicht: 838 kg. [1811-3] Durchmesser: 71 cm. Gewicht: 210 kg.[1811-4] Durchmesser: 59 cm. Gewicht: 125 kg.[1747-5] Durchmesser: 47 cm. Gewicht 66 kg.
1884[1684-1] Durchmesser 113 cm. Gewicht: 838 kg.[1884-2] Durchmesser 97 cm. Gewicht: 485 kg.[1811-3] Durchmesser: 71 cm. Gewicht: 210 kg.[1811-4] Durchmesser: 59 cm. Gewicht: 125 kg.[1747-5] Durchmesser: 47 cm. Gewicht 66 kg.
1916[1684-1] Durchmesser 113 cm. Gewicht: 838 kg.[1884-2] Durchmesser 97 cm. Gewicht: 485 kg.[1811-3] Durchmesser: 71 cm. Gewicht: 210 kg.[1811-4] Durchmesser: 59 cm. Gewicht: 125 kg.[1747-5] Durchmesser: 47 cm. Gewicht 66 kg.
1921[1921-1] Durchmesser: 120 cm. Gewicht: 697 kg.[1921-2] Durchmesser. 80 cm. Gewicht: 331 kg.[1811-3] Durchmesser: 71 cm. Gewicht: 210 kg.[1921-4] Durchmesser: 59 cm. Gewicht: 131 kg.[1921-5] Durchmesser: 20 cm. Gewicht: 33 kg.
1948[1948-1] Gewicht: 650 kg.[1948-2] Gewicht: 300 kg.[1811-3] Durchmesser: 71 cm. Gewicht: 210 kg.[1948-4] Gewicht: 120 kg.[1948-5] Gewicht:

Lage der Glocken

Jede Glocken erhielt von der Bevölkerung einen Namen entsprechend ihrer Verwendung.

Mit Hilfe der Skizze sieht man, wo die Glocken im Turm angebracht sind.

Fotos der Glocken

Glocken
Zeile 1: 12er
Zeile 1: 12er
Zeile 2: 11er
Zeile 2: 11er
Zeile 3: Speiser
Zeile 3: Speiser
Zeile 4: Zueg
Zeile 4: Zueg
Zeile 5: Stetteldorferin

Mesner von Fels

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Schulmeister für den Mesnerdienst zuständig. Weil sie als Organist auch für die musikalische Begleitung des Gottesdienstes besorgten nannte man diese auch Ludimagister.

In den Kirchenrechnungen der Pfarre Fels findet man ab dem Jahre 1648 Eintragungen über die von der Pfarre entlohnten Tätigkeiten an den Schulmeister.

In der Schulfassion von 1758 ist aufgezählt, welche Tätigkeiten der Schulmeister in seiner zusätzlichen Eigenschaft als Mesner durchzuführen hat.

Diese waren: das Schreiben der Kirchenrechnungen, das Läuten der Glocken, das Aufziehen der Kirchturmuhr, für das Saiten schlagen (Musik), die Reinigung der Kirchenwäsche und das Bereitstellen des Opferweins. 

Bei drohenden Unwettern läutete er auch die Glocken, da man glaubte dadurch die Gewitterwolken auflösen und drohende Schäden in der Landwirtschaft abwenden zu können. Dafür erhielt er von den Bauern Naturalien, die er einmal im Jahr einsammelte. Dabei ging er mit einer Butte am Rücken von Haus zu Haus und holte sich seinen Lohn, was den Bauern oft ärgerte. Wer gibt schon gerne. Und so entstand auch der Spruch "Die Lehrerbutt'n hot kan Bodn." 

Aus den Aufzeichnungen ersehen wir im Detail, was gesammelt wurde.

"Von der Gemeinde Fels die gewöhnlichen Auslegegarben auf dem Feld und zwar von jedem gebauten Joch zwei Garben in der ganzen Ried "Freiheit" mit Ausnahme der drei Rieden "Hanftal", "Kirchweg" und "Karl", von denen der Gemeinde Viehhirt die Auslegegarben bekommt. Weiters wurden durchschnittlich 50 Metzen Korn (1 Metzen sind ungefähr 61 kg) und ungefähr 15 Metzen Hafer abgeliefert. Eine freiwillige Sammlung in den Gemeinden Fels und Thürnthal erbrachte dreißig Eimer Most sowie Fleisch und Eier."

Dieser Mesnerdienst für Schullehrer wurde ab 1. Oktober 1871 aufgehoben. Der Mesnerdienst sowie auch jede immer geartete Sammlung zur Entlohnung wurde den Lehrern vom Bezirksschulrat Krems untersagt.

Da nun Lehrer nicht mehr für Mesnerdienste zur Verfügung standen, mussten andere Personen diese Dienste versehen die uns aber nicht bekannt sind.

Ein uns bekannter Mesner war Herr Josef Paschinger, der 1947 seine Tätigkeit krankheitsbedingt beendete.

Sein Nachfolger war Herr Alois Paradeiser (geb. 1900) der mehr als 25 Jahre als Mesner wirkte. 

Fels, Mesner
Fels, Pfarrer Karl Vock und Mesner Alois Paradeiser

Zu den Aufgaben des Mesners zählten der Kirchendienst, das Läuten der Glocken und das Aufziehen der Kirchturmuhr. Geläutet wurde zur Frühmesse um 7 Uhr, um 11 Uhr und 12 Uhr. Das Gebetläuten am Abend erfolgte zur Dämmerung. Als Entlohnung bekam er für das Läuten der im Besitz der Gemeinde befindlichen Glocken von der Gemeinde pro Quartal 500.- Schilling. Im Jahre 1968 wurde ein elektrisches Geläute installiert. Der Mesner hatte nun eine Aufgabe weniger.

Seine Nachfolgerin war Frau Maria Hörzinger, die den Mesnerdienst sowie den Kanzleidienst in der Pfarrkanzlei bis zu ihrem Tode am 1. September 2001 durchführte.

Ab Jänner 2002 übernahm Herr Walter Ebner den Mesnerdienst in der Pfarre Fels.

Quellen: DEHIO Ausgabe 1990, Kirchenrechnungen der Pfarre Fels ab 1648, Pfarrchronik Fels, Schulchronik Fels