... Diese Sakramentnische war im gotischen Presbyterium neben der Sakristeitür vermauert, und wurde 1962 beim Abbruch der Kirche gefunden. ...
Quelle: Umbau und Vergrößerung der röm. Kath. Pfarrkirche in Fels am Wagram, Prof. Dipl. Ing. Dr. Techn. Hans Petermair, Juli 1965
An der Stützmauer der Kirche befinden sich zwei Tafeln mit je einem Eisenring. Die Tafeln waren mit einem Gitter verdeckt. Herr Josef Wegenberger hat im Auftrag des Bürgermeisters Herrn Dipl. Ing. Stiegler diese Gitter entfernt, damit die Tafeln mit der Inschrift gut sichtbar sind.
Bis zur Zeit Josef des II. war der Friedhof rund um die Kirche angelegt. Dieser verfügte aber 1781 die Verlegung der Friedhöfe an den Rand der Städte oder größerer Ansiedlungen. Und so wurde auch in Fels ein neuer Friedhof projektiert. Im Jahre 1787 wurde der Maurermeister Peter Weiger beauftragt den Friedhof zu errichten und erhielt dafür 200 Gulden.
Der "neue Pfarr-Freydhof" Fels wurde am 3.2.1789 von Herrn Pfarrer Leopold Korber eingeweiht. Am 6.2.1789 erfolgte das erste Begräbnis im neuen Friedhof. Begraben wurde Josef Wöber, 81 Jahre alt, vom Haus Fels Nr. 15 (heute Wr. Strasse 44).
Zu dieser Zeit wurden Grabplatten aus Gusseisen nachweislich schon im 17. Jahrhundert verwendet. Ungefähr ab 1800 wurden Grabdenkmäler aus Guss vermehrt hergestellt und Mitte des 19. Jahrhunderts setzte die Massenproduktion von gusseisernen Kreuzen ein. Diese fanden vorwiegend in Friedhöfen, aber auch als Flur-, Votiv- und Brückenkreuze Verwendung. Hauptlieferanten waren die Gusseisenwerke der Monarchie in Böhmen und Mähren, aber auch Gusswerk bei Mariazell (Stmk) ist zu nennen.
Heute sind diese Gusseisenkreuze leider dem Verfall preisgegeben und werden kaum mehr verwendet. Deshalb entstand die Idee, einige Kreuze in der Nähe der Pfarrkirche in Fels aufzustellen. Der Pfarrkirchenrat beauftragte die Umsetzung, denn die Kreuze sind Zeugen einer bedeutenden Epoche des Umgangs mit Eisen und künden von einer vergangenen Friedhofskultur.