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Gotischer Steinpfeiler der Pfarrkirche Fels

Kirche Fels, gotischer Pfeiler
Kirche Fels, gotischer Pfeiler

... Beim Abbruch der alten Kirche in Fels im Jahre 1962, kam dieser Teil eines achteckigen gotischen Steinpfeilers zum Vorschein. ...

Quelle: Umbau und Vergrößerung der röm. Kath. Pfarrkirche in Fels am Wagram, Prof. Dipl. Ing. Dr. Techn. Hans Petermair, Juli 1965

Sakramentnische

Kirche Fels, Sakramentnische
Kirche Fels, Sakramentnische

... Diese Sakramentnische war im gotischen Presbyterium neben der Sakristeitür vermauert, und wurde 1962 beim Abbruch der Kirche gefunden. ...

Quelle: Umbau und Vergrößerung der röm. Kath. Pfarrkirche in Fels am Wagram, Prof. Dipl. Ing. Dr. Techn. Hans Petermair, Juli 1965

Tafeln an der Stützmauer der Kirche Fels am Wagram

Kirche Fels am Wagram, Tafeln im Juli 2010
Kirche Fels am Wagram, Tafeln im Juli 2010 [Foto: Archiv Leuthner]

An der Stützmauer der Kirche befinden sich zwei Tafeln mit je einem Eisenring. Die Tafeln waren mit einem Gitter verdeckt. Herr Josef Wegenberger hat im Auftrag des Bürgermeisters Herrn Dipl. Ing. Stiegler diese Gitter entfernt, damit die Tafeln mit der Inschrift gut sichtbar sind.

Am 21. Mai 1905 fand eine Enthüllungsfeier für die beiden renovierten Tafeln statt. Die Tafeln sind mit Inschriften versehen. Zusätzlich ist auf der einen Tafel das Kirchlein auf dem Felsen und auf der anderen das Gemeindewappen dargestellt. Bürgermeister Schober und Pfarrer Lindner hielten eine Ansprache. Auch Oberlehrer Brumiller war mit den Schulkindern gekommen um der Feier beizuwohnen.

Quellen: Landzeitung vom 27.5.1905 und 3.6.1905

Gusseisenkreuze vor der Pfarrkirche Fels

Bis zur Zeit Josef des II. war der Friedhof rund um die Kirche angelegt. Dieser verfügte aber 1781 die Verlegung der Friedhöfe an den Rand der Städte oder größerer Ansiedlungen. Und so wurde auch in Fels ein neuer Friedhof projektiert. Im Jahre 1787 wurde der Maurermeister Peter Weiger beauftragt den Friedhof zu errichten und erhielt dafür 200 Gulden.

Der "neue Pfarr-Freydhof" Fels wurde am 3.2.1789 von Herrn Pfarrer Leopold Korber eingeweiht. Am 6.2.1789 erfolgte das erste Begräbnis im neuen Friedhof. Begraben wurde Josef Wöber, 81 Jahre alt, vom Haus Fels Nr. 15 (heute Wr. Strasse 44).

Zu dieser Zeit wurden Grabplatten aus Gusseisen nachweislich schon im 17. Jahrhundert verwendet. Ungefähr ab 1800 wurden Grabdenkmäler aus Guss vermehrt hergestellt und Mitte des 19. Jahrhunderts setzte die Massenproduktion von gusseisernen Kreuzen ein. Diese fanden vorwiegend in Friedhöfen, aber auch als Flur-, Votiv- und Brückenkreuze Verwendung. Hauptlieferanten waren die Gusseisenwerke der Monarchie in Böhmen und Mähren, aber auch Gusswerk bei Mariazell (Stmk) ist zu nennen.

Heute sind diese Gusseisenkreuze leider dem Verfall preisgegeben und werden kaum mehr verwendet. Deshalb entstand die Idee, einige Kreuze in der Nähe der Pfarrkirche in Fels aufzustellen. Der Pfarrkirchenrat beauftragte die Umsetzung, denn die Kreuze sind Zeugen einer bedeutenden Epoche des Umgangs mit Eisen und künden von einer vergangenen Friedhofskultur.

Die alten Kreuze wurden von Herrn Josef Wegenberger renoviert.

Gusseisen Kreuze, Renoviert von Josef Wegenberger
Kreuze, Renovierung Aug. 2010

Nach der Reinigung wurden die Kreuze neu gestrichen und erstrahlen nun nach ungefähr 120 Arbeitsstunden in neuem Glanz.

Gusseisen Kreuze in Fels, Renovierung im August 2010
Kreuze, Renovierung Aug. 2010

Die Kreuze werden bei der Pfarrkirche Fels entlang der Kirchenwand aufgestellt. Der Platz dafür wird vorbereitet.

Kreuze, Renovierung Aug. 2010
Kirche Fels - Kreuze, Renovierung Aug. 2010

Die Kreuze werden von Herrn Josef Wegenberger und Herrn Bürgermeister DI Stiegler montiert.

Pfarrkirche Fels, Gusseisen Kreuze im Oktober 2010
Kirche Fels - Kreuze, Oktober 2010

Die Kreuze wurden am 1. November 2010 eingeweiht.

Pfarrkirche Fels, Gusseisen Kreuze im Oktober 2010
Kirche Fels - Kreuze, Oktober 2010